Französische Revolution Zusammenfassung

Stellt euch vor: Ein Land am Rande des Zusammenbruchs – leere Staatskassen, ungerechte Steuern und eine Bevölkerung, die keine Stimme hat. Dann kippt die Stimmung: Menschen versammeln sich, fordern Rechte und stürzen die alte Ordnung. Was als Protest beginnt, wird zur Französischen Revolution und verändert die Weltgeschichte. Wie es dazu kam und welche Phasen sie durchlief, erfahrt ihr in diesem Video.

Ursachen der Revolution

Seit dem Mittelalter hatten europäische Gesellschaften aus Ständen bestanden. Diese waren: der Klerus mit den Vertretern aus der Kirche, der Adel und der sogenannte „Dritte Stand“, der alle weiteren gesellschaftlichen Gruppen umfasste. Der Dritte Stand bildete in Frankreich mit 98% die große Masse der Gesamtbevölkerung, besaß jedoch trotz seiner Größe keine politische Mitbestimmung. Diese gesellschaftliche Schieflage, in der sich fast der gesamte Besitz und die politische Macht auf die ersten beiden Stände aufteilten, begünstigte Aufstände der Bevölkerung gegen die Regierenden. Von noch größerer Bedeutung waren allerdings die sozialen Faktoren. Auf der einen Seite verzweifelte die Landbevölkerung aufgrund von Armut, Hunger und Missernten. Auf der einen Seite trat das nach Mitbestimmung strebende Bürgertum immer selbstbewusster auf und forderte politische Rechte ein. Beide Gruppen wurden zu den Triebkräften der Revolution.

Dritter Stand trägt Adel und Klerus

Sitzung der Generalstände

Sturm auf die Bastille

Erste Revolutionsphase (1789-1791)

Der steigende politische und soziale Druck führte dazu, dass der König am 5.Mai 1789 zum ersten Mal seit mehr als 150 Jahren die sogenannten Generalstände einberief. Hier versammelten sich Vertreter der drei Stände, um über die aktuelle Situation zu beraten. Die Ergebnisse waren jedoch aus Sicht des Dritten Standes wenig zufriedenstellend. In Folge erklärten sich dessen Vertreter zur „Nationalversammlung“ und beanspruchten damit, für ganz Frankreich zu sprechen. Die Abgeordneten des „Dritten Standes“ schworen sich am 20. Juli gegenseitig, nicht eher auseinanderzugehen, bis Frankreich eine Verfassung erhalten habe. Dieses Versprechen ging als „Ballhausschwur“ in die Geschichte ein. Der revolutionäre Akt erhöhte den Druck auf den König. Dieser beugt sich einerseits den Forderungen des Volkes und am 9. Juli 1789 tagt die verfassungsgebende Nationalversammlung erstmals. Gleichzeitig zieht der König seine Truppen um Paris zusammen. Diese Aktion sorgt für Proteste im Volk und verlagert die Revolution auf die Straße. Neben politischer Unzufriedenheit spielt die Nahrungsmittelknappheit eine wichtige Rolle. Am 10. Juli wurden Zollhäuser als Aktion gegen die hohen Brotpreise in Brand gesteckt und am 14. Juli führten Revolutionäre einen Angriff auf die Bastille, ein Gefängnis im Osten von Paris, durch. Dieser Angriff, der als „Sturm auf die Bastille“ in die Geschichte einging, war militärisch von geringer Bedeutung. Symbolisch allerdings hatte er enorme Durchschlagskraft, da er als Sieg über die alte Ordnung interpretiert wurde. Die Entwicklungen führten schlussendlich von einer absoluten in eine konstitutionelle Monarchie. Der König blieb zwar Teil der staatlichen Verfassung, seine Rechte und Pflichten wurden jedoch durch die Verfassung begrenzt. 

Zweite Revolutionsphase (1792-1794)

König und Adel waren infolge der Entwicklungen bis 1792 massiv geschwächt worden. Doch viele Franzosen hielten die Revolution für nicht abgeschlossen. Sie wollten mit dem alten System endgültig brechen und die Monarchie beseitigen. Von besonderer Bedeutung für diese Weiterführung der Revolution wurden die sog. „Jakobiner“, ein politischer „Klub“ mit ihrem Anführer, Maximilian de Robespierre. Dieser Rechtsanwalt und Politiker wollte Frankreich in eine Republik überführen. Dabei konnte er sich zunächst auf eine breite Unterstützung aus dem Volk setzen. Insbesondere Arbeiter, Handwerker und das Kleinbürgertum unterstützen die machtbewussten Jakobiner und diese rissen die gesamte Macht an sich. Zunächst schafften die Jakobiner die Vorrechte des Adels ab und ebneten allen Männern den Weg zu Posten im Militär. Doch relativ schnell nach der Machtergreifung radikalisierten sich die Jakobiner und ihre Herrschaft mündete in ein Terrorregime. Zehntausende Menschen wurden verfolgt, bespitzelt und hingerichtet und auch der König Ludwig XVI. verlor im Januar 1793 wortwörtlich seinen Kopf durch die Guillotine. Je brutaler die Jakobiner vorgingen, desto stärker wurde jedoch auch der Widerstand gegen sie. Mitglieder des Nationalkonvents sowie des Militärs verschworen sich gegen Robespierre und im Juli 1794 wurde er gestürzt. Schlussendlich sollten die Anführer der Jakobiner selbst ihre Köpfe durch die Guillotine verlieren – „die Revolution fraß ihre Kinder“.

Dritte Revolutionsphase (1795-1799)

Nach dem Untergang der Jakobiner, übernahm eine neue, die Interessen des Bürgertums vertretende Regierung. Einige wenige einflussreiche Franzosen sollten nun den Staat in einem Direktorium lenken, weshalb auch von „Direktorialzeit“ gesprochen wird. Die Republik war jedoch durch die Vorjahre innerlich deutlich destabilisiert worden. Zwischen den ehemaligen Anhängern der Jakobiner, die weiterhin unzufrieden waren, und den monarchistischen Gruppen im Staat, die die Uhr gerne auf vor 1789 zurückgedreht hätten, drohte die republikanische Regierung zu zerreißen. Das Militär gewann als Garant für Stabilität an Macht, wodurch einflussreiche Feldherren politisch aufstiegen. Der Wichtigste unter ihnen war Napoleon Bonaparte, der zunehmend selbst an die Macht strebte. Am 9. November 1799 übernahm Napoleon durch einen Staatsstreich gemeinsam mit 2 Jakobinern die Macht in Frankreich und besiegelte damit das Ende der französischen Revolution. Kurz danach entmachtete er seine zwei Mitverschwörer durch eine neue Verfassung. Diese baute die Republik innerhalb kürzester Zeit zunächst in eine Art Militärdiktatur um, dessen Spitze Napoleon selbst stand. Nun war der General und französische Konsul bereit, sich zum Kaiser zu krönen und das Schicksal des gesamten Kontinents in seine Hand zu nehmen.

Revolutionstribunal

Terrorregime der Jakobiner

Aufstand der Bevölkerung

Putsch der 3 Verschwörer

3 Konsuln als neue Machthaber

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